Was ist das zentrale Register für Sicherheitspersonal?

Nachdem es immer wieder zu Vorfällen mit Sicherheitspersonal  gekommen ist, speziell in sensiblen Bereichen  wie Flüchtlingsunterkünften oder bei Bewachungen von Großveranstaltungen, wurden von der Bundesregierung die Regeln fürs Bewachungsgewerbe verschärft. Dafür wurde das zentrale Bewacherregister errichtet.

In dem Register, welches vom „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“  geführt wird, werden bundesweit elektronisch Daten zu Bewachungspersonal und Bewachungsgewerbetreibenden erfasst.

Somit kann von jedem Ort aus zentral überprüft werden, ob für einen Sicherheitsdienst und seine Mitarbeiter alle Sachkunde- und Zuverlässigkeitsnachweise vorliegen und eine zeitaufwendige Abstimmung verschiedenster zuständiger Behörden ist nicht mehr nötig.  Erfasst werden unter anderem beispielsweise:

  • Daten zur Identifizierung wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum- und Ort, Wohnanschrift sowie Wohnorte der letzten 5 Jahre
  • Nachweise der Zuverlässigkeit mit Datum und Ergebnis ( alle 5 Jahre wird die Zuverlässigkeit neu geprüft)
  • Qualifikationsnachweise wie Sachkundeunterrichtung- bzw. Prüfung, ausstellende IHK etc.
  • Daten von Sachbearbeitern ( Name, Telefonnummern) bei Ordnungs- und Gewerbeämtern, welche für die Bearbeitung von Sicherheitsdiensten zuständig sind

Jeder im Register angemeldete Betriebsleiter und jede Wachperson erhält eine Bewacherregisteridentifikationsnummer, welche auf seinem Dienstausweis eingetragen werden muss. Über das zentrale Register für Sicherheitspersonal erfolgt seit dem 1. Juni 2019 auch die Regelabfrage der jeweiligen Landesbehörde für Verfassungsschutz, welche vorgeschrieben ist, wenn es um Bewachungsangelegenheiten in besonders sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel Flüchtlingsheimen, geht.